Die Albertina widmet dem großen Surrealisten Max Ernst seine erste Retrospektive in Österreich. Mit einer Auswahl von 180 Gemälden, Collagen und Skulpturen sowie repräsentativen Beispielen illustrierter Bücher und Dokumente vereint die Ausstellung alle Werkphasen, Entdeckungen und Techniken des Künstlers und stellt sein Leben und Schaffen im biografischen wie zeitgeschichtlichen Kontext vor.
Fraglos gehört Max Ernst mit Matisse, Picasso, Beckmann, Kandinsky und Warhol zu den Jahrhundertfiguren der Kunstgeschichte.
Als früher Protagonist des Dadaismus, Pionier des Surrealismus und Entdecker raffinierter Techniken wie Collage, Frottage,
Grattage, Décalcomanie und Oszillation entzieht er sein Schaffen einer griffigen Definition. Sein Erfindungsreichtum im Umgang
mit Bild- und Inspirationstechniken, die Brüche zwischen zahlreichen Werkphasen und der Wechsel der Themen irritieren. Was
als Konstante bleibt ist die Beständigkeit des Widerspruchs.
Erinnerung und Entdeckung, Recycling und Collage sind der gemeinsame Motor, der sein Schaffen antreibt. Unter diesen Aspekten positioniert die Ausstellung Max Ernsts Werk zwischen Rückgriffen auf Vergangenes, dem politischen Zeitgeschehen und einem prophetisch-visionären Blick in die Zukunft. Er, der sich selbst einen Jungfräulichkeitskomplex gegenüber leeren Leinwänden attestierte, suchte stets nach einem Mittel, die halluzinatorischen Fähigkeiten seines Geistes zu steigern, Visionen automatisch herbeizuführen, um sich so seiner Blindheit zu entledigen.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Fondation Beyeler.
Gastkuratoren: Julia Drost, Werner Spies
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Mag. (FH) Heinz Holzinger |
T +43 (0)1 534 83-525 |
| Albertinaplatz 1 | F +43 (0)1 534 83-199 |
| 1010 Wien | tourismus@albertina.at |
| Anfahrtsbeschreibung |
Hrsg.
Werner Spies,
Julia Drost, Albertina,
Fondation Beyeler
Texte von
Raphaël Bouvier,
Julia Drost,
Gisela Fischer u.a.
29,00